Die 30 Tage Schreib-Challenge

Ende März habe ich mich dazu entschlossen eine Challenge anzutreten, die ich schon lange geplant hatte: Schreibe jeden Tag einen Blog-Beitrag! Dies ist die Reflektion an Tag 30.

Warum diese Schreib-Challenge?

Meinen ersten Blog habe ich bereits 2016 gestartet, die Seite gibt es mittlerweile nicht mehr. Die Beiträge sind zum Teil auf diese Seite gewandert.

Ich mag Schreiben. Und bis 2019 habe ich hier auch einige Artikel geschrieben. Aber ich habe auch ein Problem damit, mich regelmäßig hinzusetzen und zu schreiben. Und so entwickelte ich eine Schreibblockade, die über ein Jahr anhielt. Ich schrieb in der Zeit mindestens fünf Beiträge und veröffentlichte keinen von ihnen. Mit dieser Challenge wollte ich die Blockade überwinden.

Ich stellte mir ein paar wenige Regeln auf, die die Auslöser für die Blockade aufheben sollten:

  1. Schreibe einfach drauf los, egal was daraus wird.
  2. Mach es fertig, nicht perfekt.
  3. Du schreibst für dich und über Themen, die dich interessieren.

Was habe ich aus der Schreib-Challenge gelernt?

Es war ein kleines Auf und Ab. manchen Abenden Schrieb ich erst sehr spät – eigentlich an den meisten. Gerade wenn ich keine Lust hatte zu Schreiben und mich dennoch dazu zwang, habe ich es verteufelt.

Da ich lediglich über Twitter und Instagram die Beiträge bekannt machte, wusste ich, dass ich nicht mit viel – oder keinem – Feedback zu rechnen hatte. Auch hatte ich mir eine Liste mit Ideen gemacht, die ich nur teilweise umgesetzt habe.

Meine Learnings:

  • Ein Beitrag = Ein Kerngedanke.
    Ideen gibt es viele und alles ist miteinander vernetzt. Wie soll ich da jeden Tag etwas schreiben, wenn die Artikel gerne auch ein ganzes Buch sein könnten? Durch die Reduktion auf einen Hauptgedanken konnte ich mich meiner Hauptaussage viel schneller annähern.
  • Aus Mustern ausbrechen.
    Früher habe ich ein sehr starres Schema genutzt, um meine Themen zu bearbeiten. Das war nicht nur langweilig, sondern auch anstrengend, wenn es um Ideen ging, die dort nicht passten. Innerhalb der 30 Tage Schreib-Challenge habe ich mehr und mehr gelernt aus diesem Muster auszubrechen.
  • Schreibstil = Perspektiv-Wechsel.
    Insbesondere in den letzten 1 1/2 Wochen habe ich mich komplett aus meinen Mustern gelöst. Ich begann die Hauptaussagen durch andere Schreibstile zu betrachten. Denn es muss nicht immer eine Liste sein. Eine Idee muss nicht explizit erklärt werden, damit der Leser sie versteht. Manchmal hilft es ein Bild mit Worten zu zeichnen. Manchmal hilft ein Gedicht, ein Poetry-Slam oder eine Kurzgeschichte. Das Thema kann identisch sein. Verschiedene Stile und auch Künste helfen dabei eine Idee aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
  • Keine Erwartung ermöglicht Kreativität.
    Es ging darum zu Schreiben. Nicht darum, besonders gut zu Schreiben. Und dieses Ziel habe ich erfüllt. Eher aus Langeweile begann ich andere Stile zu erkunden, nicht weil ich mir das als ziel setzte. Das Feedback, dass dann noch von Lesern kam, hat mich überwältigt und riesig gefreut. Es war ein tolles Kompliment für etwas, dass ich aus anderen Gründen tat.
  • Selbstwirksamkeit spüren. Die Schreibblockade gab mir oft das Gefühl keine Wirksamkeit zu besitzen. Wie bei jeder Challenge, die ich erfolgreich absolviert habe, hat sie mir mein Gefühl der Selbstwirksamkeit zurück gegeben. Und das hat sich auch positiv auf andere Bereiche ausgewirkt.

Welche Artikel habe ich geschrieben?

Hier nun eine Übersicht über alle 30 Beiträge, die im April 2020 entstanden sind.

  1. Intuitive Innovation: Wenn es nicht anders geht, geht es
  2. #5 Wortivation: Wann ist man eigentlich “kompetitiv”?
  3. Challenge Accepted: Wieso du dich Herausforderungen stellen musst
  4. Es gibt nur eine Maßnahme bei toxischen Menschen
  5. Auf Sicht fahren: Wieso langfristige Planung misst ist
  6. Selbsterfindung
  7. 5 Mini-Strategien für die Verbesserung zwischendurch
  8. Über Glück und Unglück
  9. Vereinfache die Zielerreichung
  10. Triebe und Werte
  11. Was ist schon originell
  12. Selbstbetrug (Poetry-Slam)
  13. Wie viel Vergangenheit ist gut?
  14. Auf dem Weg in die Hölle
  15. Die zwei Seiten der Disziplin
  16. Mach es nicht für die Belohnung
  17. Erfahrungen aus 3 Jahren Kalt-Duschen
  18. Die Anti-Liste
  19. Der Wert des Schreibens
  20. Zeitlose Zitate #1
  21. Wer ist deine innere Stimme?
  22. Kritik an Persönlichkeitsentwicklung
  23. Pausen Zählen
  24. Der Weg (Kurzgeschichte)
  25. Zielhunger
  26. Konsens und Dissens
  27. Jetzt (Gedicht)
  28. Das Ende im Sinn
  29. Frei (Elfchen)
  30. Und dieser Beitrag hier

Zum Schluss

Möchte ich das tägliche Schreiben beibehalten? Vielleicht ja. Aber der Mai hat eine andere Herausforderung für mich. Dazu morgen mehr.